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Geisterhäuser und ihre Bedeutung

Neben der streng an den Pali-Schriften orientierten Buddha-Lehre wurden vom Volksglauben Geister, mystische Einflüsse, Erzählungen und Legenden aus vorbuddhistischer Zeit übernommen. Dies kommt speziell in der religiösen Kunst und Literatur zum Ausdruck. So findet man Nats (= Verkörperung unheilverbreitender Seelen von Verstorbenen) in vielen Tempeln. Zum Schutz besitzt jede Stadt einen Tempel – den Lak Muang - in dem der Schutzgeist des Ortes verehrt wird. Teilweise haben sogar Amulett-Verkäufer und Handleser ihren festen Platz in buddhistischen Tempeln. Des weiteren hat jedes Haus – egal, ob ärmliche Hütte eines Reisbauern oder ein First Class Hotel in Bangkok - sein eigenes Saan Phra Phum (= Geisterhaus), in dem der Hausgeist wohnen kann. Dieses wird nach bestimmten Riten errichtet - so darf es nie im Schatten des zu beschützenden Hauses stehen und auf einem kleinen Vorbau müssen regelmäßig Opfergaben dargebracht werden.

Mit diesen Häuschen, welche von den Touristen oft als Vogelhäuschen angesehen werden, will man sich an die Macht der Geister animistischer Herkunft anpassen. Es gibt gute und böse Geister, Erd- wie Hausgeister. Allein in und um einem Haus herum hausen 9 Geister. Dabei werden die guten, wenn sie als solche erkannt werden, in die Familiengemeinschaft aufgenommen. Die bösen Geister finden jedoch ihre Heimat in den Geisterhäuschen, wo sie durch die Opfergaben – Reis, Suppe, Fleisch, Wasser, Obst, Kerzen und Räucherstäbchen - täglich aufs Neue besänftigt werden wollen. Bei bösen Geistern soll es sich um verstorbene Menschen handeln, denen die Wiedergeburt verwehrt geblieben ist. So bestimmt der Glaube an die Geister das Leben und die Verhaltensweisen der Thais und sie zollen den Geistern hohen Respekt in der Hoffnung, daß sie sich ruhig verhalten und ihr Haus vor Feinden aller Art schützen.

Der genaue Standort eines Geisterhauses sowie der Zeitpunkt der Errichtung, welcher oft schon lange Zeit vor Beginn der Bauarbeiten des eigentlichen Bauwerkes oder der Straße ist, wird meist von einem Astrologen bestimmt, um günstige Vorzeichen sicherzustellen. An Straßen findet man diese Häuschen oft an besonders gefährlichen Stellen, an denen häufig Unfälle passieren, an welche ja böse Geister schuld sind. Deshalb wundern sie sich nicht, wenn sie einmal im Transferbus, Pick-up oder Tuk-Tuk sitzen und der Fahrer an einer bestimmten Stelle hupt und eventuell andere anwesende Thais einen Wai (= thailändischer Gruß) machen.

Es gibt Geisterhäuser unterschiedlichsten Typs – kleine, reich verzierte, getreue Nachbildungen eines Tempels oder kleine Modelle alter Landtempel sowie auch einfache Holzhäuschen von Bauern auf dem Lande. Das Innere des Häuschens schmückt ein Bildnis des „phra phum“, gekleidet in einer gelben Robe, mit einem Dolch in der einen und einem Buch in der anderen Hand. Heute bevorzugt man oft Bildnisse des „phra phum“ mit einem Geldsack in der Hand, um dem Hausbesitzer sowie seiner Familie Wohlstand und Reichtum zu sichern.

 
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